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Big Points in Three Cushion by Andreas Efler
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Training

Nr. 87 Paralipomena III

+ Da diese Seiten mehr feuilletonistischen Charakter haben, sei es mir erlaubt, zu einem Problem Stellung zu nehmen, das ich oft höre – und zwar in persönlichen Gesprächen ebenso wie mit Bezug auf meine Bücher
und die Website. Das lautet etwa so:

"Das meiste, was Du sagst und erklärst, kann ich voll unterschreiben, manches ist mir dadurch erst richtig klar geworden Aber: Bei einigen Punkten bin ich ganz anderer Meinung, und ich weiß nicht, was ich davon halten soll."


Meine Antwort darauf:
"Kein Grund zur Aufregung, das ist die natürlichste Sache von der Welt. Es gibt viele Gründe."

A. Echte Fehler

Druckfehler sind niemals ganz zu vermeiden und viel häufiger als man denkt.

Eine falsche Ziffernfolge im ersten Band bei den Vorband-Ecken-Whipouts konnte ich zum Glück zu Beginn des zweiten Bandes noch korrigieren. Wenn ich heute die Bände wieder einmal durchsehe, finde ich immer noch kleinere - gottseidank nicht sinnenstellende - Fehler bei Texten und Zeichnungen.

Denk-, Berechnungs- und Beobachtungsfehler lassen des weiteren grüßen.

Zum Beispiel finden sich in den Büchern von Hoppe und Ceule-mans, denen ich im übrigen größte Hochachtung zolle, manche Beispiele, bei denen man bereits mit Lineal und Bleistift nachweisen kann, dass sie nicht stimmig sind. Selbst Verworst ist nicht frei von kleineren Inkongruenzen.
Was falsche Beobachtung angeht, so hätte schon von Anfang an beim Hoppe/Conti Vorband-System genaueres Hingucken genügt, um festzustellen, dass die tatsächlichen Ankünfte an der dritten Bande zum größten Teil entweder länger oder kürzer ausfallen als der Formel entspricht. So könnte ich seitenweise fortfahren.
Deshalb bin ich auch sicher, dass man mir selbst hier und da ähnliches, wenn auch vielleicht etwas subtiler, vorhalten könnte.
Wir sollten uns aber auch an den Aphorismus von Lichtenberg erinnern: "Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, muss es nicht immer das Buch sein."
M. a. W. der Fehler kann natürlich auch beim Leser liegen, wenn er etwas nicht richtig verstanden hat.

B. Unterschiedliches Material, individuelle Stoßart

Insbesondere bei kurzen und bei extralangen Tischen stimmen die Linien nicht mit dem üblichen Standard überein, so dass Anpassungen gemacht werden müssen oder sogar das betreffende Dessin sich in der vorgeschlagenen Art gar nicht spielen lässt.

Ähnlich ist es mit der individuellen Stoßart. Manche Aufgaben, die der eine nur mit größten Schwierigkeiten löst, bereiten einem anderen Spieler überhaupt kein Problem. Bei bestimmten Positionen hat der eine ständig Konter, der andere nicht – wohlgemerkt, ohne dass man am Stoß und/oder an der Antreffdicke an B 2 sofort ablesen könnte, wo die Ursache liegt. Natürlich bestehen Unterschiede, aber welche Wirkungen jemand mit seinem Stoß erzielt, lässt sich zwar am Ergebnis ablesen, der Außenstehende sieht es oft nicht, und sogar der Spieler selbst spürt es teilweise auch nicht richtig. Hinzu kommt, dass mancher anders anzeigt als er dann schließlich abstößt.
Man tut also in problematischen Fällen gut daran, die Sauberkeit und den Wirkungsgrad des eigenen Stoßes zu überprüfen, bevor man den ange-zweifelten Ratschlag ganz in Frage stellt.

C. Ratschläge und Meinungen

Hier drängt sich am häufigsten Widerspruch vor.
Immer wenn jemand Anweisungen oder Ratschläge gibt, tut er letztlich doch nichts anderes als seine eigene Meinung zu äußern, welche die Quintessenz persönlicher Erfahrungen darstellt.
Aber der Leser hat möglicherweise andere Erfahrungen gemacht. Es hängt also zunächst einmal von der Qualität des Autors ab, wie sehr man sich auf ihn verlassen will und kann.
Hinzu kommt, dass ein bestimmter Rat für den einen Spieler hervorragend sein kann, für andere jedoch das Gegenteil möglicherweise richtig ist.

Einige Beispiele:
Fast generell wird als Standardstoß das lange Nachfolgen propagiert. Es gibit aber manche Spieler, die in bestimmten Situationen mit verkürztem Vorstoß besser zurecht kommen.
Bei langen Rundbällen beobachtet man 2 Hauptvarianten: Stets 1/2-volles Treffen von B 2 + ggf. etwas Gegeneffet – oder aber dünnes bis sehr dünnes Nehmen von B 2 + unter-schiedliche Grade von Laufeffet (tatsächlich muss man beides beherrschen, u.a. zwecks Ausschaltung von Konter).
Ähnlich bei Einfach- und Doppel-Querpendlern in Richtung kurze Bande, wenn B 1 "zwischen" B 2 und B 3 liegt: Entweder generell ca. halbvolles Treffen + wenig oder kein Laufeffet – oder dünnes Treffen + stärkere Laufeffetregulierung.

Die Beispiele – auch und gerade bei Vorschlägen zur richtigen Dessinwahl – könnten unbegrenzt fortgesetzt werden. Zwar gibt es jeweils "herrschende Meinungen" unter den Spitzenspielern, aber immer wieder auch "ab-
weichende" Meinungen. Schauen Sie sich in diesem Zusammenhang einmal die Tafeln 76 - 78 dieser Website über die Anwendung von Systemen an.

Wie sollen Sie sich da verhalten?

Wenn Sie mit irgend einem besprochenen Aspekt keine Probleme haben, überschlagen Sie sofort das Kapitel (vor allem auch bei der Psychologie), denn schlafende Hunde soll man nicht wecken.

Haben Sie echte Schwierigkeiten, sollten Sie zunächst einmal Ihre augenblickliche Situation, am besten unter Zuhilfenahme von dritter kompetenter Seite, analsysieren: "Was genau mache ich da eigentlich?" Oft ist man sich nämlich gar nicht klar darüber, wie man Stoß oder Dessinwahl tatsächlich vornimmt. Nicht selten genügt es, erkannte Fehler oder falsche Entscheidungen einfach abzustellen.

Löst sich das Problem so nicht, würde ich als erstes auf den Rat der Weltklasse-Spieler hören –

aber wo bekommen Sie den jeweils? und was machen Sie,
wenn ganz unterschiedliche Meinungen vertreten werden? –


mein Verhalten entsprechend ändern und das dann mindestens für mehrere Wochen, besser noch Monate, so beibehalten (und mich von zeitweiligen Rückschlägen nicht beirren lassen), bevor ich u. U. doch auf ein anderes Modell umschwenke. Merke: Häufiger Modell-Wechsel ist tödlich!

Andererseits darf die Vielzahl der Möglichkeiten Sie nicht schrecken: "That's life!"
Die Suche nach dem idealen Stoß und der idealen Spielweise ist Illusion – es lebe die Individualität.
Ratschläge dürfen und müssen ganz verschieden ausfallen je nach Spielstärke, Lernbereitschaft, indi-vidueller Veranlagung etc. Jeder macht Entwick-lungsphasen durch, wobei es sogar vorkommen kann, dass man ein früheres, seinerzeit ad acta gelegtes Muster wieder aufgreift.

Ihre Aufgabe: Die für Sie persönlich optimale (oder zumindest den besten Kompromiss darstellende) Vorgehensweise herausfinden – und dabei bleiben.

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